Asylbewerber - F.W.G. fordert mehr Solidarität zwischen den Bezirken.
20.12.11 : 18:24 : 215 mal gelesen : Verstoß melden
veröffentlicht von Peter R. für
Freie Wähler Peter Ries
Garath (ak). Die Rheinwohnungsbau GmbH stellt rund 80 Asylbewerbern vier leer stehende Hochhäuser an der Josef-Maria-Olbrich-Straße als vorübergehende Unterkunft zur Verfügung. Die Stadt Düsseldorf muss ihrer Aufnahmepflicht nachkommen.
Mit dieser »Notlösung« wolle das Wohnungsunternehmen eine Hilfestellung leisten, sagt Manfred Franck, Geschäftsführer Betriebswirtschaft. Allerdings gilt diese Zwischennutzung nur bis Ende März 2012. Danach sollen die Gebäude abgerissen werden.
Die »Freie Wählergemeinschaft« (F.W.G.) kritisiert nun die Vereinbarung. »Wieder werden Menschen in einem Stadtteil angesiedelt, der immer wieder durch eine verfehlte Unterbringungs- und Verteilungspolitik der Stadtverwaltung vor zusätzliche und zudem schwer lösbare Aufgaben bei der Integration neu hinzuziehender Mitbürger gestellt wird«, sagt Bezirksvertreter Peter Ries. »Anfang 2009 waren in Düsseldorf über 340 Asylbewerber untergebracht, im Januar 2011 waren es bereits 445, im Oktober 550, und aktuell sind es über 590 Menschen.
In Garath und Hellerhof leben nicht einmal fünf Prozent der Einwohner von ganz Düsseldorf. Nun sollen hier weit über zehn Prozent der aktuellen Asylbewerber aufgenommen werden.« Irritiert sind die »Freien Wähler« auch von der Ankündigung, die Asylbewerber sollten angeblich rund um die Uhr bewacht werden. »Geht man etwa von einer Gefahr aus? Wenn ja, warum nimmt man sie in Kauf? Welche konkreten Gefahren befürchtet die Stadtverwaltung? «, so Peter Ries. »Zu diesen und anderen Fragen wünschen sich die Einwohner von Garath Antworten, bevor vollendete Tatsachen geschaffen werden.« Die Stadt werde auch nach Ablauf der Übergangsphase keinen dauerhafte Unterbringung für die rund 80 Menschen finden, prognostiziert Ries: »Also wird wieder innerhalb von Garath etwas gesucht.
Wir leisten gerne unseren Beitrag für Düsseldorf, doch es muss in einem gesunden Verhältnis zu allen übrigen Stadtbezirken stehen. Und hier scheinen, schon rein rechnerisch, einige Stadtbezirke einen solidarischen Nachholbedarfzu haben.«
Achim Kaemmerer-Wochenpost-20. Dez. 2011
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So eine Überraschung. Ausgerechnet in der Ecke habe ich soeben eine Wohnung gekauft. Wir können wir uns dagegen wehren?