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Gewerkschaften klagen: Hungerlöhne bei RWE

28.04.10 : 15:43 : 443 mal gelesen : Verstoß melden
geschrieben von Christoph H.

"Cloudfactory II" by "derhypnosefrosch"; Flickr-Download, CC-BY-Lizenz

Es ist ein schleichender Prozess in heutigen Unternehmen, bei dem Festangestellte durch Leiharbeiter ersetzt werden. Bei der RWE Power AG in Bergheim Niederaußem, Frechen und Hürth soll dies nun extreme Ausmaße angenommen haben. Dem Gewerkschaftsbund Verdi liegen erschütternde Zahlen vor, nach welchen RWE plane, bis zum Jahr 2014 stolze 400 Stammarbeiter den Laufpass zu geben.

Dafür werden Leiharbeiter eingestellt, die sich mit einem bis zu 30% niedrigerem Lohn zufrieden geben sollen. Die Firma RSB-Logistic hält dagegen für jeden Leiharbeiter die Hand auf: Im Rahmen des so genannten Arbeitnehmer-Überlassungsgesetzes (AÜG) hat man hier in den vergangenen Jahren bereits über 200 Mitarbeiter an RWE vermittelt.

Die Gewerkschaft kritisiert vor allem, dass die Leiharbeiter exakt dieselben Arbeiten verrichteten wie Festangestellte, dabei aber neben dem Hungerlohn weniger Arbeitnehmerrechte besäßen und teilweise über Jahre hinweg nicht fest angestellt würden. Dahinter sieht man eine ganz durchsichtige Methode, Geld zu sparen auf Kosten der Belegschaft.

RWE Power will dagegen von Lohndumping nichts wissen. Man schiebt die Schuld auf den hart umkämpften Energiemarkt. Dabei kassieren die Energielieferanten momentan so hohe Preise wie noch nie. Dem Betriebsrat bei RWE sind die Hände gebunden. Anstatt einen Haustarif aushandeln zu können, entging die Arbeitnehmervertretung 2008 nur knapp ihrer Zerschlagung durch das Management.


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Kommentare
Jeremy L.
Jeremy L. : 28.04.2010 : 23:21 : Verstoß melden
Na da sinken doch sicher bald die Strompreise, wenn von dem eingesparten Geld nicht grade ein Landrat nen "Beratervertrag" bezahlt bekommt...
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Christoph H.